Unternehmerisches Handeln verändern

“Business as usual” – so weitermachen wie bislang, nichts im eigenen geschäftlichen Handeln ändern – das geht so nicht mehr. Um auf lange Sicht erfolgreich zu sein, müssen Unternehmen auf ihr öffentliches Ansehen achten. Dazu gehört, Ressourcen verantwortungsbewusst zu nutzen, damit sie auch in Zukunft noch zur Verfügung stehen, und Sorge zu tragen, dass die Mitarbeiter gesund, zufrieden und leistungsfähig bleiben.

Was wir tun

Die Rainforest Alliance hilft seit mehr als zwei Jahrzehnten Unternehmern – etwa Forst- und Landwirten, aber auch Groß- und Einzelhändlern – dabei, nachhaltige Alternativen zu entwickeln und einzuführen, um Waldzerstörung und Raubbau zu vermeiden und unsichere, unethische Geschäftspraktiken abzustellen. Wir arbeiten mit Forst- und Landwirten daran, dass sie international anerkannten Umwelt-, Sozial- und Wirtschaftskriterien erfüllen. Auf Rainforest Alliance Certified™-Farmen und -Forstbetrieben erhalten die Arbeiter angemessene Löhne, leben in ordentlichen Unterkünften und genießen gesundheitliche Vorsorge, und ihre Kinder haben Zugang zu Schulunterricht.

Hotelbesitzer, Reiseanbieter und andere Tourismusbetriebe schulen wir darin, ihre Unternehmen nachhaltig auszurichten. Dazu gehört unter anderem, Arbeitsplätze an die lokale Bevölkerung zu vergeben und auch darüber hinaus zur wirtschaftlichen Entwicklung und dem Wohlergehen der Gemeinden beizutragen.

Und wir unterstützen Unternehmen weltweit dabei, Materialien oder Rohstoffe aus nachhaltiger Erzeugung zu finden, um sie in ihren Produkten einzusetzen.

Unser Einfluss

  • Wir haben über 63,6 Millionen Hektar Waldfläche weltweit nach den Richtlinien des Forest Stewardship Council (FSC) für nachhaltige Forstwirtschaft zertifiziert.
  • Wir haben mehr als 2.000 Tourismusunternehmen darin geschult, nachhaltig zu wirtschaften, etwa indem sie Solarenergie nutzen, Abwasser aufbereiten und organische Abfälle kompostieren. Ein Beispiel aus Ecuador ist die indigene Gruppe der Kichwa in Añangu. Deren Napo Wildlife Center bringt den Gemeindemitgliedern ein nachhaltiges Einkommen ein und ist gleichzeitig ein Beitrag zum Erhalt eines 21.400 Hektar großen Regenwaldgebietes.
  • Fünf Prozent der “Fortune 500”-Unternehmen beziehen Rainforest Alliance Certified™-Produkte. Verbraucher kaufen pro Jahr Rainforest-Alliance-zertifizierte Produkte im Wert von mehreren Milliarden US-Dollar, die sie bei Supermarktketten wie Walmart, Costco, Safeway, Home Depot oder anderen in Deutschland, Schweiz und Österreich vertretenen Anbietern erhalten.
  • Eine Studie ergab, dass von den untersuchten 129 FSC-/Rainforest-Alliance-zertifizierten Forstbetrieben in 21 Ländern 75 Prozent sich sowohl in der Pflege gutnachbarschaftlicher Beziehungen verbesserten wie auch darin, gemeinsam mit Interessengruppen Konfliktlösungen zu entwickeln. 40 Prozent der Betriebe wurden durch die Zertifizierung dazu gebracht, geltende Vorschriften zu befolgen, und 64 Prozent erhöhten Arbeitssicherheit und Schulungsgrad der Arbeiter.
  • Gemäß einer 2008 durchgeführten Studie in El Salvador konnten die an einem Farmzertifizierungsprogramm teilnehmenden Bauern die Produktivität ihrer Farmen im Schnitt um 76 Prozent gegenüber dem Vorjahr erhöhen. Dies entspricht etwa dem vierfachen Erntevolumen im Vergleich mit der Kontrollgruppe. Eine Erhebung bei Rainforest-Alliance-zertifizierten Kakaobauern in Côte d'Ivoire dokumentiert eine Steigerung der Ernteerträge um bis zu 20 Prozent.
  • Mehr als 15 Prozent der weltweit gehandelten Bananen wachsen auf Rainforest Alliance Certified™-Farmen. Sämtliche Chiquita-eigenen Farmen sind Rainforest-Alliance-zertifiziert. Für seine unter bekannten Markennamen angebotenen Kaffees verwendet Kraft Foods in zahlreichen Ländern Bohnen von Rainforest-Alliance-zertifizierten Farmen. Mars, einer der weltweit größten Hersteller von Schokoladen, hat sich verpflichtet, bis 2020 seinen Kakao gänzlich aus zertifizierter, nachhaltiger Erzeugung zu beschaffen. Unilever hat sich verpflichtet, spätestens 2015 den gesamten Tee für Beuteltee der Marke Lipton von Rainforest-Alliance-zertifizierten Farmen zu beziehen. Das entspricht 12 Prozent des weltweit gehandelten Tees.
  • Eine 2009 durchgeführte Studie auf Basis von 14 in unser Tourismusprogramm eingebundenen Hotels ergab, dass rund drei Viertel (71 Prozent) ihren Wasserverbrauch und auch den Anfall von Hausmüll reduzieren konnten. 93 Prozent der Betriebe gelang es, den Energieverbrauch zu senken. Damit reduzierte sich auch ihr Kostenaufwand für Wasser und Energie um 31 bzw. 64 Prozent.

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