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"Rainforest Alliance" erfüllt ISEAL-Kriterien

18. Juli 2007

Die unabhängige Nichtregierungs -- und Umweltschutzorganisation RAINFOREST ALLIANCE hat jetzt einen weiteren Meilen­stein erreicht: Als eine von sieben Pionierorganisationen für die Sicherung nachhaltiger Erzeugung und Vermarktung von Waren erfüllt sie fortan die höchsten Standards für glaub­würdiges und transparentes Engagement in der Kategorie "ethisch einwandfreier Han­del" der ISEAL Alliance (International Social and Environmental Accreditation and Labelling, Sitz: London). Grundlage dafür ist der "Code of Good Practice for Setting Social and Environmental Stan­dards" der Organisation -- sozusagen ein Master­plan für die Definition und Entwick­lung sozia­ler und Umweltstandards. Seine Statuten rücken ethisch einwandfreie Anbau-, Verarbeitungs- oder Herstellungs­ver­fahren sowie ein moralisch un­bedenk­liches Vertriebs- und Verbraucherverhalten in den Mittelpunkt. Sie wurden von den ISEAL-Gründungsmitgliedern wie der Fair Trade Labelling Organisa­tion FLO, dem Forest Steward­ship Council FSC, dem internationalen Dachverband des Biolandbaus IFOAM, dem Marine Stewardship Council MSC und der RAINFOREST ALLIANCE im Sinne der Harmonisierung und Synchro­ni­sierung über ideologische, program­matische und geo­grafische Grenzen hinweg entwickelt und aufeinander abgestimmt. Grundlage sind die bereits vorhandenen NGO-Programme (Pro­gram­me der Nichtregierungs­organisationen) und Vorgaben der Weltgemein­schaft.

Mit der ISEAL Alliance haben sich erstmals führende Nichtregierungsorganisationen aus den Bereichen Ökologie/Umweltschutz, Biolandbau, Fairer Handel und ganzheit­liche Entwicklungs­arbeit unter einem institutionalisierten Dach zusammengeschlossen und auf eine gemeinsame Handlungsgrundlage verständigt. Um sie zu erfüllen, mussten die sieben Organi­sa­tionen -- wo notwendig -- ihre Entwick­lungs- und Umweltschutz­programme den übergeordneten Vorgaben anpassen. Zusätz­lich stellen sie sich neben ISEAL-Alliance-definierten internen Überprüfungen auch sogenannten "Peer Reviews". Das heißt, jedes der ISEAL-Alliance-Mitglieder kann im Rahmen festgelegter Kriterien die Standards der jeweils anderen Organisationen auf ISEAL-Konformität überprüfen und bei festgestell­ten Abweichungen Verbesserungen oder Anpassungen fordern.

Die Gemeinschaft der ISEAL-Alliance-Mitglieder steht für ein Handelsvolumen von über 53 Milliarden US-Dollar an zertifizierten Produkten und Waren im Jahr 2007. Solch zertifizierte Angebote bringen Arbeitern und Farmern sowie ihren Familien auf der ganzen Welt -- vor allem in der so genannten Zweiten und Dritten Welt -- eine Fülle sozialer, ökolo­gischer und ökonomischer Vorteile. Die Entwicklungs- und Umwelt­schutzarbeit betrifft über 15.000 landwirtschaftliche, Produktions- und Fischereibetriebe. Allein die landwirtschaftliche Nutzfläche summiert sich aktuell auf 117 Mil­lio­nen Hektar.

RAINFOREST ALLIANCE in bester Gesellschaft

Mit dem "Code for Good Practice" verständigen sich die Organisationen inhaltlich erstmals grenzüberschreitend und zollen sich damit gegenseitig Respekt. Darüber hinaus wollen die sieben ISEAL-Alliance-Pioniere eine Vorbildrolle für andere gesellschaftlich engagierte Umwelt­schutz- und Entwicklungsorganisationen und -bewegungen spielen. Sie wollen sie motivieren, ebenso transparent und nachvollziehbar Programme und Standards zu entwickeln, die dem ISEAL Alliance "Code for Good Practice" und den damit verbundenen Kriterien standhalten.

Zum Hintergrund

ISEAL-Alliance-Mitglieder wie FLO, IFOAM, FCS, MCS oder RAINFOREST ALLIANCE verstehen sich als Themenführer in der Entwicklung und Umsetzung ethischer Herstellungs-, Verarbeitungs- und Vertriebs­konzepte und repräsentieren gemeinsam die weltweit führenden "ethischen Konsum- und Industriegüterstan­dards" über alle Kategorien der Landwirtschaft, der Fischerei und der klassischen Konsum- und Investitions­güterherstellung hinweg. Die RAINFOREST ALLIANCE als Gründungs­mitglied der ISEAL Alliance gehört zu den ersten Nichtregierungs­organisa­tionen weltweit, die die strengen Kriterien und Standards des "Code of Good Practice" der ISEAL Alliance erfüllen.

Über die Rainforest Alliance

Die Rainforest Alliance mit Sitz in New York, USA, wurde 1987 als unabhängige Nichtregie­rungs­organisation (NGO) gegründet. Ihr zweites Herz schlägt seit rund 15 Jahren in Costa Rica -- einem Land mit größter Arten­vielfalt. Mit 35.000 Mitgliedern und einem jährlichen Budget von 16 Millionen Euro aus Spenden, öffentlichen Fonds und Sponsoren­mitteln zählt sie zu den weltweit führenden Umweltschutzinitiativen. Die Rainforest Alliance ist heute mit vielfältigen Projekten in mehr als 55 Ländern der Erde aktiv und unterhält Nieder­las­sungen und Büros in den USA, in Mexiko, Costa Rica, Guatemala, Indonesien, Bolivien, Spanien und in den Niederlanden. Sie engagiert sich integriert für den Schutz der sensiblen Ökosys­teme, den Erhalt der Biodiversität und für die nachhaltige Sicherung der gemein­samen Lebensräume von Mensch, Tier und Pflanze. Damit all dies Realität wird und bleibt, setzt sich die Rainforest Alliance ein für ökolo­gische Landnutzung, sozial verantwor­tungs­volles unternehme­risches Handeln und werteorientiertes Verbraucherverhalten.

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