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Die Rainforest Alliance verifiziert das erste Kohlenstoff-Projekt nach Plan-Vivo-Standard in Afrika

22. März 2010

Das erste nach dem Plan-Vivo-Standard zu zertifizierende Kohlenstoff-Projekt in Afrika ist von der Rainforest Alliance verifiziert worden. „Trees for Global Benefits" umfasst eine Gemeinschaft von 500 Kleinbauern in Uganda mit einer jetzt in Agroforstwirtschaft überführten Nutzfläche von 258 Hektar. Die unabhängige gemeinnützige Umweltschutzorganisation Rainforest Alliance ist führend in der Zertifizierung und Validierung sogenannter Carbon-Offset-Programme für CO2-Ausgleichsmaßnahmen. Als die vom Plan-Vivo-Standard geforderte neutrale Zweitinstanz bestätigte sie dem Projekt in den ländlichen Siedlungsgebieten Bushenyi, Hoima und Masindi die Kapazität für einen Emissionsausgleich von über 50.000 Tonnen Kohlenstoffdioxid über einen Zeitraum von 20 Jahren.

„Glaubwürdig für die Zertifikateerwerber ist ein Projekt dann, wenn eine unabhängige Drittpartei es geprüft hat. Dazu haben wir das Projektdesign mit den Anforderungen des Standards abgeglichen und geprüft, ob die erwarteten Beiträge geleistet werden", erklärt Jeff Hayward, Leiter der Klimainitiative der Rainforest Alliance.

Man Measures a Tree's Diameter

„Trees for Global Benefits" wurde von Ecotrust, einer gemeinnützigen Organisation aus Uganda, gegründet. Ecotrust ist auf die Finanzierung von Naturschutzprojekten spezialisiert, die landwirtschaftliche Nutzung mit dem Markt für den freiwilligen Handel mit Kohlenstoff-Emissionszertifikaten zusammenführen. Zusätzlich dienen diese Projekte der Verbesserung der Lebensgrundlage der Bauern und dem Schutz der lokalen Tierwelt und der Ökosysteme. Die Bewirtschaftung als Agroforstsystem bietet den Bauern nicht nur höhere, sondern auch breiter aufgestellte Einkommensmöglichkeiten. Gleichzeitig sinkt der Druck auf nahe gelegene natürliche Wälder, da es auch Brenn- und Bauholz für den Eigenbedarf zur Verfügung stellt. Im Bushenyi-Gebiet werden vornehmlich Bananen, Mais, Zuckerrohr, Süßkartoffeln und andere Nutzpflanzen angebaut. Zusätzlich zu den CO2-Ausgleichsma߬nahmen unterstützt „Trees for Global Benefits" die Region bei der Wiederherstellung eines Teils ihrer ursprünglichen tropischen Hochlandvegetation. Die am Projekt teilnehmenden Farmbetriebe weisen einen Bestand von einheimischen und eingebürgerten ein- bis fünfjährigen Bäumen auf. Seit der abschließenden Auditierung wurden bereits weitere Maßnahmen eingeleitet, mit dem Ziel über 110.000 weitere Plan-Vivo-Zertifikate auszustellen – ein Äquivalent für die Bindung von 110.000 Tonnen Kohlendioxid.

Die Aufforstungs-, Wiederaufforstungs- und Agroforst-Maßnahmen im Rahmen des Projektes werden den Erhalt der biologischen Vielfalt und die umliegenden Ökosysteme wirkungsvoll unterstützen. Die Verwendung einheimischer Baumarten erweitert bestehende Biotopinseln und biologische Korridore für Elefanten und Schimpansen. Aufgeforstete Landflächen verbessern die Bodenstabilität und die Wachstumsbedingungen an den Steilhängen des Bushenyi-Gebiets, ein wichtiger Gewinn für die Bauern vor Ort.

Banana Farm

„Diese Validierung bestätigt, dass Trees for Global Benefits wirklich einen entscheidenden finanziellen Mechanismus darstellt. Es unterstützt die Bauern mit Kleingrundbesitz dabei, Baumpflanzungen als Teil einer Strategie zur Verbesserung der Lebensgrundlagen zu integrieren", betonte Pauline Nantongo, Geschäftsführerin von ECOTRUST. „Wir sind zuversichtlich, dass diese Validierung durch eine Drittpartei dem Projekt einen Zugang zu einem breiteren Markt für Kredite ermöglichen wird".

„Trees for Global Benefits" ist in Uganda ein Musterbeispiel dafür wie der CO2-Emissons-Zertifikate-Handel auch für die Ärmsten und die für die Folgen eines potenziellen Klimawandels Anfälligsten nützlich sein kann", sagt Alexa Morrison von der Plan Vivo-Stiftung. „Es ist auch ein großartiges Beispiel für die Macht der Gemeinschaft: Im Jahre 2003 war es anfänglich nur eine kleine Gruppe von 30 Kleinaktionären. Heute sind über 500 ländliche Bauern beteiligt. Und das Projekt wächst kontinuierlich. Dies zeigt das enorme Potenzial der Gemeindeaktivitäten für den Klimaschutz."

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