Initiativen für nachhaltigen Tourismus

Die Umweltschutz-Initiative für die Anden-Amazonas-Region (ICAA – Initiative for Conservation in the Andean Amazon)

Die Anden-Amazonas-Region ist geprägt von einem unglaublichen Reichtum an biologischer und kultureller Vielfalt. Ein großer Teil ist allerdings bedroht durch zerstörerische Aktivitäten. Dazu gehören der zunehmende Flächenbedarf für Landwirtschaft, illegaler Holzeinschlag und ein nicht nachhaltiger Tourismus. Im Bestreben, den Umweltschutz in der betroffenen Region zu fördern, die die Länder Ecuador, Peru und Kolumbien einschließt, hat die US-Behörde für internationale Entwicklung (USAID – United States Agency for International Development) im November 2006 ein ambitioniertes auf viele Jahre angelegtes Programm, die Umweltschutz-Initiative für die Anden-Amazonas-Region (ICAA), aufgelegt.

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Im Rahmen dieses Programms arbeiten die Rainforest Alliance, die peruanische Asociación para la Investigación y Desarrollo Integral (AIDER) und die Corporación de Gestión y Derecho Ambiental (ECOLEX) aus Ecuador mit lokalen Gemeinden zusammen, die im Becken des Napo Flusses in den ecuadorianischen Provinzen Sucumbíos und Napo oder in Cusco und Madre de Dios in Peru beheimatet sind. Ziel der Zusammenarbeit ist es, dem weiteren Verlust an Artenvielfalt zu begegnen und zum Wohlergehen der lokalen Gemeinden beizutragen.

Maßnahmen, dem durch Entwaldung und Nutzungsänderung getriebenen Verlust an Artenvielfalt zu begegnen, sind unter anderem:

  • Nachhaltige Praktiken im Umgang mit den Naturressourcen der Amazonasregion in Ecuador und Peru zu fördern.
  • Die Steuerung von Umweltschutzmaßnahmen zu verbessern und ein gemeinschaftliches, auch wichtige Interessengruppen einbindendes Management der Naturressourcen einzuführen.
  • Die Lebensgrundlagen zu verbessern und Maßnahmen für nachhaltige Forst- und Landwirtschaft und nachhaltigen Tourismus zu unterstützen sowie Anreize für Umwelt-Dienstleistungen.

Die Auszeichnung “Tourism for Tomorrow”

Die Auszeichnung “Tourism for Tomorrow” wurde vor sechs Jahren vom Welttourismus-Verband, dem World Travel & Tourism Council (WTTC), ins Leben gerufen. Sie wird international an beispielgebende Initiativen und Angebote für nachhaltiges, “grünes” Reisen vergeben. Vor dem Hintergrund der wachsenden Besorgnis, wertvolle Naturräume und kulturelle Eigenheiten zu verlieren, dient die Auszeichnung dem WTTC auch dazu, dem Anliegen für besseren Schutz und stärkeres Engagement für Nachhaltigkeit bei Industrievertretern Aufmerksamkeit und Unterstützung zu verschaffen und zugleich exemplarische Projekte bekannt zu machen.

Tourism for Tomorrow Awards

Ein unabhängiges Gremium, dem international anerkannte Experten für nachhaltige Entwicklung angehören, und ein striktes Bewerbungsverfahren mit Verifizierungen vor Ort durch Vertreter des Gremiums stehen für die hohe Reputation der „Tourism for Tomorrow“-Auszeichnung in der Reiseindustrie, bei Regierungen und in den Medien weltweit.

Die Jahreskonferenz der internationalen Reise- und Tourismusindustrie, der Global Travel & Tourism Summit, bei dem führende Köpfe und Spitzenvertreter der Industrie zum Dialog zusammentreffen und wichtige Entscheidungen für den weltgrößten Markt, den Tourismus, diskutieren, ist Bühne für die Präsentation der aktuellen mit dem „Tourism for Tomorrow“-Award Ausgezeichneten. Diese wichtige Entscheiderplattform wird mit unterstützt von der Rainforest Alliance.

Global Sustainable Tourism Council (GSTC)

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Der Internationale Rat für nachhaltigen Tourismus, das Global Sustainable Tourism Council (GSTC), setzt sich mit seinen Mitglieder für ein allgemeinverbindliches Verständnis von nachhaltigem Tourismus ein. Ziel ist die Schaffung weltweit einheitlicher Prinzipien und Kriterien. Das GSTC ist dafür in allen Regionen tätig, die der Welttourismus-Organisation der UN angehören, unter anderem in Afrika, Nord- und Südamerika, Süd-Ost-Asien und der Pazifikregion sowie im Nahen Osten und in Europa. Unter seinem Dach vereinen sich Regierungen, Organisationen der Vereinten Nationen, Mitglieder aus Wissenschaft und Forschung sowie sozial engagierte und Umwelt-Organisationen (NGOs), Zertifizierungsprogramme sowie Interessengruppen aus verschiedenen Ländern. Die Definition weltweit anerkannter Richtlinien für nachhaltigen Tourismus und die Akkreditierung und Beglaubigung entsprechend ausgestalteter Projekte ist ein wichtiger Schritt zu wirksamem Umweltschutz und zur Unterstützung der lokalen Gemeinschaften.

Zusammenarbeit mit weiteren Tourismusorganisationen

Eine Vielzahl von Organisationen hat mit der Rainforest Alliance ein Abkommen geschlossen. Damit verpflichten sie sich zu einer Umweltschutz, soziale Gerechtigkeit und soziokulturelle Belange berücksichtigenden Geschäftstätigkeit im Tourismus.
Übersicht der mit uns zusammenarbeitenden Tourismusorganisationen »

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