Kaffee -- von der Rainforest Alliance als Nachhaltig Angebaut Zertifiziert

Kaffeeanbauländer, In Denen Die Rainforest Alliance Tätig Ist Leticia Monzon ist einer von über 25 Millionen Menschen weltweit, die ihren Lebensunterhalt mit dem Anbau von Kaffee bestreiten. Ihre Rainforest-Alliance-zertifizierte Farm im Hochland von Guatemala ist ein winziger Teil in dem über 100 Milliarden US-Dollar (rd. 72 Mrd. Euro) schweren Geschäft mit Kaffee. Kaffee, eines der weltweit meistgehandelten Güter, bildet das wirtschaftliche Rückgrat vieler Länder Lateinamerikas, Asiens und Afrikas. Die Bauern der Kaffeeanbauregionen, zumeist Kleinbauern, sind allerdings großen Herausforderungen ausgesetzt. Armut, Preisschwankungen und die durch den Klimawandel verursachte Zunahme starker und länger anhaltender Regenfälle sind nur einige. 1995 begann die Rainforest Alliance, die Lage der Kaffeebauern zu verbessern. Sie bot ihnen Schulungen an, um Verfahren zu erlernen, wie die Ernteerträge verbessert und die Anbauflächen gesund erhalten werden können, um auch nachfolgenden Generationen noch zu dienen. Diese Arbeit ist Teil unserer globalen Strategie, das Wohlergehen der Gemeinden in den Kaffeeanbauregionen auf lange Sicht zu sichern, genauso wie das der Wälder und der Wildtiere und Pflanzen, von dem wir alle abhängen.

Über 180.000 Kaffeebauern bewahren intaktes, gesundes Land auf mehr als 835.000 Hektar Fläche durch die Rainforest-Alliance-Schulungen und ihre Zertifizierung.

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Unterstützung für Bauern und Dorfgemeinschaften

Unterstützung für Bauern und Dorfgemeinschaften

Die Rainforest Alliance arbeitet mit Kaffeebauern zusammen, um ihre Lebensumstände und ihre Gesundheit sowie das Wohlergehen der Dorfgemeinschaften zu verbessern. Kaffeebauern und kleinbäuerliche Gemeinschaften, die das Zertifikat “Rainforest Alliance Certified” führen dürfen, werden jährlich auf Basis eines strengen und umfassenden Standards überprüft (auditiert). Er beinhaltet detaillierte Bestimmungen zum Umweltschutz, zu sozialer Verantwortung und Wirtschaftlichkeit. Die Kriterien dienen dem Erhalt der Artenvielfalt und dem finanziellen Nutzen der Bauern. Sie unterstützen eine Kultur des Respekts gegenüber den Arbeitern und den Dorfgemeinschaften. Die Rainforest-Alliance-Zertifizierung trägt außerdem bei zu angemessenen Lebens- und Arbeitsbedingungen für die Arbeiter, Gleichheit der Geschlechter und Zugang zu Schulbildung für die Kinder der Farmergemeinschaften.

Schutz der Landflächen und Gewässer

Nachtaffen - Foto von Cody Conway

Einige Jahrzehnte zurück ließen sich Kaffeefarmen fast nicht von den sie umgebenden Wäldern unterscheiden. Traditionelle Kaffeeanbaumethoden sind abhängig von den schattenspendenden Kronendächern der Bäume. Die Bäume dienen zugleich den wildlebenden Tieren, Zugvögeln und sorgen für eine bessere Qualität der Kaffeebohnen. In den 1970er Jahren wurde eine neue Kaffeepflanzensorte eingeführt. Als sogenannter Hybrid benötigte sie zum Gedeihen Agrochemikalien und voll-besonnte Standorte. Das veranlasste viele Farmer dazu, die Wälder abzuholzen und die traditionellen Anbauverfahren nicht mehr anzuwenden. Diese High-tech-gesteuerte Landwirtschaft zerstörte zahllose Landflächen in den Tropen.

Auf Rainforest-Alliance-Certifie™-Farmen wächst Kaffee im Einklang mit der Natur: Die Böden sind gesund, die Gewässer und Wasserläufe sauber, Abfälle werden wo immer möglich vermieden oder recycelt, wildlebenden Tieren geht es gut und es gibt Lebensraum für durchziehende Vogelarten. Zusätzlich haben viele Hundert Farmen, die mit uns zusammenarbeiten, klima-smarte Verfahren zur Bindung von Kohlenstoff eingeführt. Und mindestens ebenso wichtig: Die Bauern lernen, welche Bedeutung Umweltschutz und der Erhalt der natürliche Ressourcen haben und sie verhalten sich entsprechend und wenden geeignete Maßnahmen dafür an.

Einkommensverbesserung

Auswirkungen der Zertifizierung

Während die globale Kaffeeindustrie auf einen Wert von rund 100 Milliarden US-Dollar (rd. 72 Mrd. Euro) jährlich geschätzt wird, ist das Einkommen für die überwiegende Mehrheit der Kaffeebauern mehr als mager. Für ihren Kaffee erhalten sie erbärmliche Bezahlung. Angesichts kaum vorhandener Alternativen geben viele Farmer ihr Land auf oder zerstören die Wälder und damit auch die Lebensräume von Tieren, um an ihrer Stelle Monokulturen anzulegen. Die Rainforest-Alliance-Zertifizierung setzt diesem zerstörerischen Kreislauf etwas entgegen: Unabhängige Studien belegen, dass Bauern, die eine nachhaltige Landwirtschaft nach unseren Vorgaben anwenden, höhere Ernteerträge erzielen und durch wirtschaftlichere Verfahren zusätzlich Kosten einsparen. Zertifiziert zu sein, verschafft den Bauern auch Zugang zu neuen Märkten, hilft ihnen bei der Preisverhandlung, verbessert den Zugang zu Krediten und verhilft zu Preisprämien, mit denen sie sich einen Grundstock für eine besser gesicherte Zukunft legen können.

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