Gewässer

Der Bau von Straßen zum Abtransport von Holz und das Fällen von Bäumen entlang von Wasserläufen und Gewässern können Ursachen für Bodenerosion sein. Ebenso können Austragungen von Farmen, verursacht beispielsweise durch den Einsatz von Düngemitteln, lokale Wasserquellen verunreinigen und im Weiteren zu biologisch toten Zonen noch in viele hundert Kilometer entfernten Gewässern führen. Vegetationsreiche Pufferzonen entlang der Gewässerränder mit angepflanzten oder belassenen Pflanzen oder Baumbestand bieten Schutz gegen Ausspülung und Abtrag von Boden sowie Verunreinigung des Wassers. Sie helfen die Wasserqualität zu bewahren, bieten Schatten und damit Temperaturausgleich in den Uferbereichen und helfen so aquatische Artenvielfalt zu erhalten.

Nachhaltig betriebene Farmen, Forst- und Tourismusbetriebe sehen solche Pufferzonen innerhalb ihres Geländes vor. Außerdem verfügen sie über Maßnahmen zur Abwasserbehandlung und treffen auch sonst Vorsorge zum Wasserschutz. So unterstützen sie die Koexistenz von sauberen, gesunden Gewässern und einer wirtschaftlich tragfähigen Landnutzung.

Zertifizierte Farmen minimieren Bodenerosion und schützen Gewässer

Water Protection

  • Eine 2012 durchgeführte Untersuchung bei Kakaoerzeugern (auf englisch) in Côte d’Ivoire zeigte, dass zertifizierte Farmen mehr Maßnahmen zum Gewässerschutz umgesetzt haben als nicht-zertifizierte Farmen. Das ergab eine Erhebung der Erosionserscheinungen entlang der die Farmen durchziehenden Wasserläufe. Auf zertifizierten Farmen war deutlich weniger Erosion festzustellen.
  • In Kolumbien zeigte sich auf den Rainforest-Alliance-zertifizierten Kaffeefarmen eine deutlich bessere Wassergesundheit als auf den nicht-zertifizierten Farmen. Parameter waren der höhere Sauerstoffgehalt des Wassers und eine größeres Vorkommen an empfindlichen wirbellosen Tierarten wie Eintagsfliegen, Steinfliegen und Köcherfliegen — sämtlich Zeigerarten für ein intaktes Ökosystem.

Nachhaltige Tourismusunternehmen schützen Wasser

  • In der Sarapiquí-Region in Costa Rica haben Lodges, die mit der Rainforest Alliance zusammenarbeiten, Maßnahmen zum Wasserschutz und gegen Wasserverunreinigung umgesetzt (auf englisch). Dazu gehören die Installation von Geräten zur Verbrauchsmessung, die Umstellung auf biologisch abbaubare, geruchsfreie Seifen und der Gebrauch von anaeroben Kläranlagen, um Ausspülung in Gewässer zu vermeiden.
  • Eine weitere Studie (auf englisch) ergab, dass 71 Prozent der untersuchten Hotels in Lateinamerika einen geringeren Wasserverbrauch aufweisen, nachdem sie die von der Rainforest Alliance empfohlenen Maßnahmen umgesetzt haben.

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