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Klima-smarte Landwirtschaft

Die Herausforderungen

Kleinbauern und indigene Gruppen in Entwicklungsländern, die für ihren Lebensunterhalt von der Landwirtschaft abhängig sind, sind mit am stärksten von den Veränderungen durch den Klimawandel betroffen. Extreme Wetterlagen, Schädlingsbefall, Dürreperioden und kürzere Zeiträume für Anbau und Reife destabilisieren lokale Farmgemeinschaften und gefährden ihre Widerstandsfähigkeit gegenüber den Folgen des globalen Klimawandels. So richtet beispielsweise “Kaffeerost”, ein schädlicher Pilz, der Kaffeepflanzen befällt, in vielen Regionen in Guatemala und Honduras derzeit verheerende Schäden an., was Wissenschaftler auf den Klimawandel zurückführen.

Diese und eine Vielzahl weiterer Herausforderungen unterstreichen die Notwendigkeit, derzeitige landwirtschaftliche Methoden zu verbessern und an die Auswirkungen des fortschreitenden Klimawandels anzupassen. Dafür müssen Kaffeefarmer von neuen Anbaupraktiken überzeugt, führende Wirtschaftsakteure eingebunden, Anreize zur Unterstützung der Farmer auf dem Markt geschaffen und Verbraucher bezüglich ihres möglichen Einflusses als Konsumenten aufgeklärt werden.

Die Rainforest Alliance arbeitet an der Umstellung landwirtschaftlicher Praktiken, um deren negative Auswirkung auf die globalen Waldbestände und das Weltklima zu reduzieren:

  • 80 Prozent des Kahlschlags ist auf landwirtschaftliche Expansion zurückzuführen1
  • die Umwandlung von Wald- zu Ackerflächen verursacht signifikante Treibhausgas-Emissionen
  • etwa die Hälfte der globalen Methan- und Stickoxid-Emissionen haben ihren Ursprung in der Viehhaltung und im Einsatz von Düngern auf Stickstoff-Basis.

Das Wachstum der Weltbevölkerung - die laut Prognosen bis zum Jahr 2050 rund 9 Milliarden Menschen betragen wird - erzeugt zunehmenden Druck und führt zur Ausweitung der Lebensmittel-, Textil- und Kraftstoffproduktion sowie zu landwirtschaftlicher Expansion. Um einen katastrophalen Verlust an globalen Waldbeständen zu verhindern, bedarf es der Umstellung derzeitiger Praktiken im Agrarsektor.

Was wir tun

Das Rainforest Alliance Certified™-Siegel wird ausschließlich an Farmen vergeben, die das anspruchsvolle Set an strengen Kriterien des Netzwerks für Nachhaltige Landwirtschaft (Sustainable Agriculture Network - SAN), erfüllen. In einem kontinuierlichen Verbesserungsprozess lernen die Farmer Risiken für die Umwelt und die Gemeinde zu analysieren und ihnen entgegenzuwirken. Die Zertifizierung unterstützt die Farmer dabei, ihre Treibhausgas-Emissionen zu reduzieren und sich an die zunehmend veränderten Klimabedingungen anzupassen. Die Rainforest Alliance fördert zudem Klima-smarte landwirtschaftliche Praktiken, die auf der Zertifizierung aufbauen und über sie hinausgehen. Mit dieser Strategie können Farmer den CO2-Ausstoß auf ihren Anbauflächen vermindern, die Produktivität steigern und die Widerstandfähigkeit gegenüber dem Klimawandel stärken.

Wir arbeiten mit Farmern zusammen, um diese Ziele auf verschiedenen Wegen zu erreichen:

  • Die Standards des Netzwerks für nachhaltige Landwirtschaft (SAN) - ein Set an umfangreichen ökologischen und sozialen Kriterien, die jede Farm erfüllen muss, um das Siegel Rainforest Alliance Certified™zu erhalten - enthalten Klima-smarte Praktiken. Sie schützen Ökosysteme, vermeiden Waldrodung, erhalten gesunde Böden und reduzieren den EInsatz von Energie, Wasser und Agrochemikalien in der Landwirtschaft. Die Rainforest-Alliance-Zertifizierung ist eine starke Kraft, um Landschaften klimafreundlich zu gestalten. Lerne mehr über die SAN-Kriterien auf unserer Trainingsplattform.
  • In Zusammenarbeit mit ihren Partnern im SAN, the Rainforest Alliance developed the SAN Climate Module hat die Rainforest Alliance das SAN-Klima-Modul entwickelt. Dies bietet den Farmern zusätzliche Unterstützung, um die Einflüsse des Klimawandels abzuschwächen und sich an die veränderten Bedingungen anzupassen. Farmen, die diese zusätzlichen Kriterien erfüllen, reduzieren die Kohlenstoff- und Stickoxid-Emissionen, steigern durch den Erhalt bestehender Bäume und das Pflanzen neuer Baumbestände das natürliche Speichervolumen von Kohlenstoff aus der Atmosphäre und verwenden Planungssysteme, um Risiken aus dem Klimawandel zu bewerten und ihre Farmbewirtschaftung entsprechend darauf einzustellen.
  • Wir bieten technische Unterstützung und Beratung für Farmer, um mit ihnen innovative, Klima-smarte Landwirtschafts- und Agro-Forst-Projekte zu entwickeln:
    • In Mexiko, helfen wir Hunderten von Kaffee anbauenden Kleinbauern dabei, ein gemeinschaftliches Agro-Forst-Projekt zu entwickeln, um Kahlschlag und Klimawandel durch Wiederherstellung natürlicher Landschaften zu bekämpfen und die Produktivität der Farmen zu erhöhen.
    • In Ghana arbeiten wir mit Tausenden Kakao anbauenden Kleinbauern an der Umsetzung lokaler Agro-Forst-Initiativen der Gemeinden, die sowohl zu klimatischen als auch zu sozialen Verbesserungen führen.
    • In Uganda fördern wir in Partnerschaft mit dem Teeproduzenten Taylors of Harrogate Klima-smarte Anbaumethoden auf den Teefarmen, um deren Widerstandfähigkeit gegenüber klimatischen Veränderungen zu verbessern.
  • Wir arbeiten mit anderen Standard setzenden Organisationen zusammen - wie beispielsweise der Climate, Community and Biodiversity Alliance (CCBA) - damit auch Kleinbauern die Möglichkeit bekommen, Kohlenstoff-Zertifikate zu erwerben und vom Emissionshandel zu profitieren.
  1. Source: Kissinger, G., M. Herold, V. De Sy. Drivers of Deforestation and Forest Degradation: A Synthesis Report for REDD+ Policymakers. Lexeme Consulting, Vancouver Canada, August 2012.

 

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