Es ist uns bewusst, dass der Kostenfaktor eine wichtige Rolle für die Zertifizierung bei der Rainforest Alliance spielt. Je nach Arbeitsgebiet und Anforderungen fallen unterschiedliche Kosten an. Hier finden Sie eine Übersicht der Zertifizierungskosten für FarmerInnen, Zertifizierungsstellen und Unternehmen.
Was kostet die Zertifizierung der Rainforest Alliance für FarmerInnen?
FarmerInnen bezahlen das Audit bei einer Zertifizierungsstelle ihrer Wahl. Die Rainforest Alliance hat keinen Einfluss auf diese Kosten. Die Gebühren können je nach Größe und Standort der Farm sehr unterschiedlich ausfallen. Kleinbetriebe haben die Möglichkeit, gemeinsam mit anderen FarmerInnen eine Zertifizierung als Gruppe zu organisieren und zu beantragen, um die Kosten zu senken.
FarmerInnen sind auch dafür verantwortlich, alle Kosten zu decken, die mit der Erfüllung des Standards für nachhaltige Landwirtschaft verbunden sind. Diese Kosten können Folgendes umfassen: die Entfernung von Teilen ihres Betriebs aus der Produktion, um die Breite der Pufferzonen einzuhalten, die Einführung neuer Managementpraktiken oder den Bau neuer Infrastrukturen. Die Rainforest Alliance bietet technische Unterstützung, um FarmerInnen auf dem Weg zur Zertifizierung zu unterstützen. Kontakt aufnehmen mit ein VertreterIn oder AusbilderIn von der Rainforest Alliance.
Die Kosten für Unternehmen
Die Zertifizierung bei der Rainforest Alliance bringt viele Vorteile für Unternehmen mit sich. Wir stellen Systeme zur Verfügung, mit denen zertifizierte Produkte über die gesamte Lieferkette nachverfolgt und verifiziert werden können. Wir entwickeln Zertifizierungs-Strategien und Standards, verwalten eine Zertifizierungs-Datenbank sowie ein Qualitätskontrollsystem für Zertifizierungsstellen und kümmern uns um Beschwerden und Anfragen. Wir bieten Schulungen vor Ort sowie technische Unterstützung für FarmerInnen an und setzen uns für nachhaltige Regierungspolitik und -programme ein. Wir bewerben das Zertifizierungssiegel der Rainforest Alliance auf dem Markt, behalten seine Effektivität im Auge und stellen Kommunikations-Tools für die Öffentlichkeitsarbeit und die Unterstützung von Unternehmen bei ihren Marketingmaßnahmen bereit.
Es fallen die folgenden drei Kostenpunkte an, soweit diese zutreffen:
- Unternehmen, deren Ergebnisse der Risikobewertung der Lieferkette (Supply Chain Risk Assessment = SCRA) zeigen, dass ein Audit erforderlich ist, müssen die Gebühren für das Lieferketten-Audit an eine von der Rainforest Alliance autorisierte Zertifizierungsstelle ihrer Wahl zahlen. Die Rainforest Alliance hat keinen Einfluss auf diese Kosten. Die Gebühren fallen je nach Standort, Größe und Komplexität der Unternehmensaktivitäten sehr unterschiedlich aus. Unternehmen, deren SCRA ein “sehr niedriges Risiko” anzeigt, erhalten eine Bestätigung und brauchen kein Audit. Damit fallen auch keine Audit-Gebühren an.
- Prämienzahlungen. Im Rahmen des sich weiterentwickelnden Modells der geteilten Verantwortung der Rainforest Alliance haben wir die zuvor über die Sustainability Differential (SD) und die Sustainability Investment (SI) getätigten Investitionen zu einer einzigen volumenbasierten Prämienzahlung zusammengeführt. Diese Prämie wird den FarmerInnen von ihren AbnehmerInnen, MarkeninhaberInnen oder ImporteurInnen (je nach Nutzpflanze) gezahlt, um sie für die Umsetzung nachhaltigerer landwirtschaftlicher Praktiken und den Erhalt der Zertifizierung zu belohnen. Die Prämie ist für die meisten Nutzpflanzen verhandelbar (außer Kakao und kenianischer Tee, wo eine Mindestprämie pro metrische Tonne vorgeschrieben ist) und wird zusätzlich zum Marktpreis gezahlt – separat von Qualitätsprämien oder anderen Prämien. Die Rainforest Alliance erzielt keine Einnahmen oder Gebühren im Zusammenhang mit Prämienzahlungen von Unternehmen. Die Berichterstattung über Prämienzahlungen (Volumen und Betrag) ist unabhängig von der Höhe der Prämie verpflichtend, um Transparenz zu gewährleisten und die Wirkungsüberwachung zu ermöglichen.
- Eine volumenbasierte Lizenzgebühr an die Rainforest Alliance, einmal pro Lieferkette, basierend auf dem Volumen der gekauften zertifizierten Waren. Die Allgemeinen Geschäftsbedingungen der Rainforest Alliance-Lizenzvereinbarung legen den Gesamtbetrag der Lizenzgebühr pro zertifiziertem Produkt fest, wie diese erhoben wird und an welcher Stelle der Lieferkette sie in Rechnung gestellt wird. Lizenzgebühren fallen immer dann an, wenn Unternehmen behaupten, dass eine Nutzpflanze von einem Rainforest Alliance-zertifizierten landwirtschaftlichen Betrieb erworben wurde, oder sie diese „als zertifiziert“ verkaufen. Dies gilt unabhängig davon, ob die Behauptung auf einem Produkt, auf der Verpackung, in einem Vertrag oder einer Rechnung, in Werbematerialien oder offline erfolgt, und unabhängig davon, ob unser Siegel oder andere Kennzeichnungen verwendet werden.
Lizenzgebühren je Nutzpflanze

Kaffee

Kakao

Tee

Vanille

Safran

Kräuter, Gewürze & Kräutertee-Zutaten

Frischer Chili / Chilimasse

Haselnuss

Cashew

Mandel

Macadamia, Pekannuss, Erdnuss und Pistazie

Bananen

Orangensaft

Bananenpüree

Sonstiges verarbeitetes Obst (Säfte und Pürees)

Ananas in Dosen

Frische Ananas

Sonstiges frisches Obst

Kokosöl

Gemüse
Weitere Informationen zu unseren Lizenzgebühren finden Sie im Lizenzgebühren-Anhang der Allgemeinen Geschäftsbedingungen der Rainforest Alliance-Lizenzvereinbarung.

