Eine-Million-Marke bei Rainforest-Alliance-zertifizierten Farmen übertroffen

8. Juli 2015

Rainforest Alliance veröffentlicht Jahresergebnisse 2014

  • 1,2 Millionen Farmen in 42 Ländern sind Rainforest-Alliance-zertifiziert
  • Menge an verkauftem Rainforest-Alliance-zertifiziertem Kakao und Kaffee wächst zweistellig
  • Neue Klimaprojekte verdoppeln Menge an gebundenen Treibhausgasen
  • 41,3 Millionen Hektar Wald in 50 Ländern sind durch die Rainforest Alliance nach FSC-Standard zertifiziert

Die internationale Umweltschutzorganisation Rainforest Alliance hat ihre Jahresergebnisse für das Jahr 2014 veröffentlicht. Die Bilanz zeigt eine positive Entwicklung und belegt den Erfolg, den die Rainforest Alliance mit ihrem Engagement unter anderem für nachhaltige Land- und Forstwirtschaft sowie für Klimaschutz erzielt.

Zuwachs an zertifizierten Farmen von 21 Prozent

Bis zum Ende des Jahres 2014 stieg die Anzahl Rainforest-Alliance-zertifizierter Farmen auf 1,2 Millionen. Das ist ein Zuwachs von 21 Prozent. Zusammengenommen bewirtschaften sie eine Fläche von 3,5 Millionen Hektar in 42 Ländern. Die durchschnittliche Farmgröße ist mit knapp unter 3 Hektar pro Farm gegenüber dem Vorjahr leicht gesunken. Das zeigt die Zunahme von Rainforest-Alliance-zertifizierten kleinbäuerlichen Erzeugern.

  • 13,6 Prozent des weltweit angebauten Kakaos stammt von Rainforest-Alliance-zertifizierten Farmen. Das entspricht einer Erntemenge von 575.000 Tonnen Kakao. Mit 238.000 Tonnen Kakao wuchs zudem die Menge des von den Farmen als Rain-forest-Alliance-zertifiziert verkauften Kakaos gegenüber dem Vorjahr um 14 Prozent.
  • 5,4 Prozent des weltweit erzeugten Kaffees wird auf Rainforest-Alliance-zertifizierten Farmen angebaut. Das entspricht einer Erntemenge von 457.000 Tonnen Kaffee. Die von den Farmen als Rainforest-Alliance-zertifiziert verkaufte Menge Kaffee beträgt 185.000 Tonnen. Gegenüber dem Vorjahr stieg die verkaufte Menge um 10 Prozent.
  • 15,1 Prozent des weltweit produzierten Tees kommt von Rainforest-Alliance-zertifizierten Farmen. Das entspricht einer Menge von 808.000 Tonnen und einer Steigerung um 20 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Mehr Klimaschutz durch weitere Reduzierung von CO2-Emissionen

Im Kampf gegen den Klimawandel leisten 60 Waldkohlenstoff-Projekte, verifiziert oder vali-diert durch die Rainforest Alliance, einen signifikanten Beitrag zu mehr Klimaschutz. Neun neue Projekte in 2014 konnten diese Waldfläche um 57 Prozent auf jetzt 4,3 Millionen Hektar in 25 Ländern erweitern. Mit Waldkohlenstoff-Projekten werden Treibhausgase in Biomasse gebunden und so verhindert, dass sie als klimaschädliche CO2-Emissionen in die Atmosphäre gelangen. Die so eingesparte Menge an emittierten Kohlendioxid (CO2) von 15 Millionen Tonnen entspricht etwa dem jährlichen Ausstoß von 4,4 Millionen Autos. Diese Einsparung ist mehr als eine Verdopplung gegenüber dem Vorjahr.

Die Rainforest Alliance ist Gründungsmitglied der Global Alliance for Climate Smart Agriculture (Globale Allianz für klimasmarte Landwirtschaft), die auf der UN-Vollversamm-lung in New York im September 2014 ins Leben gerufen wurde. In Zusammenarbeit mit Regierungen und Behörden konnten in Mexiko, Kolumbien, Ecuador, Guatemala und Peru REDD+ und weitere Strategien gegen den Klimawandel eingeführt und weiterentwickelt werden. 1.400 Stakeholder aus diesen Ländern wurden in Fragen des Umweltschutzes und sozial verantwortungsbewussten Umgangs mit dem Klimawandel geschult.

Weltweit führender FSC-akkreditierter Zertifizierer

41,3 Millionen Hektar Wald in 50 Ländern hat die Rainforest Alliance bereits nach dem Stan-dard des FSC (Forest Stewardship Council) zertifiziert, 2,1 Millionen Hektar Wald kamen in 2014 neu hinzu. Das ist ein Gesamtanteil an FSC-zertifizierter Waldfläche von 21 Prozent. Die Rainforest Alliance ist damit weiterhin der weltweit führende FSC-akkreditierte Zertifizierer.

Mehr als 100 indigene Gruppen und Waldbesitzergemeinden in zehn Ländern hat die Rainforest Alliance in nachhaltiger und besserer Bewirtschaftung ihrer Wälder unterstützt. So können diese Gemeinden Forst-Ökosysteme intakt halten, neue Märkte erschließen, ein größeres Einkommen erwirtschaften, Landrechte wahren und neue Arbeitsplätze schaffen. Im Jahr 2014 konnten sie 14 Millionen US-Dollar mit dem Verkauf von Forstprodukten erwirtschaften.

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