Mit steigenden Erwartungen an Nachhaltigkeitsleistungen werden auch Nachhaltigkeitsaussagen zunehmend unter die Lupe genommen.
Heute können Unternehmen aus einer wachsenden Palette von Ansätzen wählen, um ihre Nachhaltigkeitsverpflichtungen und -leistungen zu demonstrieren und zu validieren; von unternehmenseigenen Nachhaltigkeitsprogrammen und Brancheninitiativen bis hin zu Verifizierungs- und Zertifizierungssystemen. Jeder dieser Ansätze kann eine wertvolle Rolle dabei spielen, positive Veränderungen voranzutreiben. Dennoch werden sie oft so diskutiert, als würden sie das gleiche Maß an Absicherung bieten.
Assurance: Nachweis, dass bestimmte Anforderungen in Bezug auf ein Produkt, einen Prozess, ein System, eine Person oder eine Entität erfüllt sind – ISEAL Angepasst von ISO/IEC 17000:2020
In der Realität dienen sie unterschiedlichen Zwecken und bieten unterschiedliche Grade an Unabhängigkeit, Transparenz und Rechenschaftspflicht, die in ihrer Gesamtheit letztlich die Glaubwürdigkeit bestimmen.
Es ist wichtig, diese Unterschiede zu verstehen. Für Unternehmen, die Vertrauen bei Verbrauchern, Investoren, Geschäftspartnern, Regulierungsbehörden und der Zivilgesellschaft aufbauen wollen, hängt die Stärke eines Nachhaltigkeits-Claims nicht nur davon ab, was behauptet wird, sondern auch davon, wie fundiert diese Behauptung untermauert ist.
Verifizierung, Zertifizierung und unternehmenseigene Programme: Worin unterscheiden sie sich?
Eine der häufigsten Ursachen für Verwirrung ist die Unterscheidung zwischen Verifizierung, Zertifizierung und unternehmenseigenen Programmen.
Verifizierung bestätigt in der Regel, dass eine bestimmte Behauptung, ein Datensatz oder ein Ergebnis korrekt ist. Sie kann intern oder durch eine Zweit- oder Drittenparteien-Verifizierungsstelle durchgeführt werden und konzentriert sich häufig auf ein bestimmtes Projekt, einen Bericht oder eine Leistungsbehauptung, wobei sie Assurance zu einem bestimmten Zeitpunkt bietet, anstatt eine Leistung fortlaufend zu bestätigen.
Zertifizierung hingegen bewertet, ob eine Organisation, ein landwirtschaftlicher Betrieb oder ein Lieferkettenakteur dauerhaft eine klar definierte Reihe von Anforderungen erfüllt, die von einer unabhängigen Standardsetzungsorganisation festgelegt wurden. Diese Anforderungen werden unter Verwendung standardisierter Methoden durch Konformitätsbewertungsstellen bewertet, die unabhängig von der zu bewertenden Organisation sind sowie unabhängig dafür akkreditiert sind, diese Rolle auszuüben. Anstatt eine einzelne Behauptung zu untersuchen, bewertet Zertifizierung die Systeme, Prozesse, Kontrollen und Praktiken, die der Leistung zugrunde liegen, und erfordert eine laufende Überwachung.
Auch unternehmenseigene Systeme prüfen, ob ein Unternehmen eine festgelegte Reihe von Anforderungen kontinuierlich erfüllt. Allerdings werden diese Anforderungen – und in der Regel auch die Methoden zu ihrer Überprüfung – vom Unternehmen selbst festgelegt und weiterentwickelt, anstatt von einer unabhängigen Stelle. Selbst wenn ein Unternehmen einen Dritten hinzuzieht, um seine Leistung zu überprüfen, wird diese Bewertung anhand einer unternehmensdefinierten Methodik durchgeführt und nicht anhand einer standardisierten Methodik. Auch eine Zertifizierung findet nicht statt. Dies gibt Unternehmen die Flexibilität, Anforderungen zu definieren, die ihren eigenen Kontext und ihre eigenen Prioritäten widerspiegeln.
Die folgende Tabelle fasst einige der wichtigsten Unterschiede zusammen.
| Merkmal | Von Unternehmen geleitetes Programm / Selbsteinschätzung* | Zweit- oder Drittparteien-Verifizierung* | Verlässliche Zertifizierung durch Dritte** |
| Hauptzweck | Nachweis von Unternehmensverpflichtungen oder Fortschritten | Bestätigung einer spezifischen Behauptung, eines Datensatzes oder eines Ergebnisses | Bewertung der Konformität mit einem öffentlich zugänglichen Multi-Stakeholder-Standard |
| Geltungsbereich | Vom Unternehmen definiert | Meist auf einen Claim oder ein Projekt bezogen | Systemweite Bewertung von Ergebnissen sowie den Management-Systemen und -Praktiken, die diese hervorbringen. |
| Unabhängigkeit | Intern | Variiert | Unabhängiger Dritter |
| Anforderungen | Vom Unternehmen definiert | Claim-spezifische Methodik | Öffentlich zugänglicher Standard |
| Wer führt die Bewertung durch? | Interner oder vom Unternehmen beauftragter Prüfer | Interner oder vom Unternehmen beauftragter Prüfer | Akkreditierte, unabhängige Zertifizierungsstelle |
| Laufende Überwachung | Selten | Normalerweise nein | Ja |
| Beschwerdemechanismen | Begrenzt oder nicht vorhanden | Selten | Formell, transparent und öffentlich zugänglich |
| Stakeholder-Governance | Begrenzt | Begrenzt | Multi-Stakeholder |
| Transparenz | Variiert | Variiert | Typischerweise hoch, einschließlich regelmäßiger öffentlicher Berichterstattung |
| Ausmaß der Übereinstimmung mit dem ISEAL Code of Good Practice for Sustainability Systems | Sehr begrenzt; selten anhand der ISEAL-Prinzipien bewertet | Teilweise; einige Elemente stimmen überein, aber nicht systematisch | Stark; die meisten glaubwürdigen Systeme entsprechen dem ISEAL-Kodex |
| Lieferketten-Rückverfolgbarkeit | Falls vorhanden, nur interne Nachverfolgung; nicht unabhängig verifiziert | Normalerweise nicht abgedeckt; typischerweise eher auf einzelne Claims oder Transaktionen bezogen anstatt systemweit | Formales Chain-of-Custody-Modell, z. B. Identitätswahrung (Identity Preserved), physische Trennung (Segregated) oder Massenbilanz (Mass Balance); unabhängig über die gesamte Lieferkette hinweg auditiert |
| Ergebnis | Interne Assurance | Verifizierungserklärung | Zertifizierungsentscheidung und Zertifikat |
Hinweis zu diesem Vergleich: Diese Tabelle spiegelt allgemeine Muster wider, die bei unternehmenseigenen Programmen, Ansätzen zur Verifizierung durch zweite und dritte Parteien sowie verlässlichen Zertifizierungssystemen durch unabhängige Dritte zu beobachten sind. Einzelne Programme variieren, und einige unternehmenseigene oder von zweiten Parteien durchgeführte Ansätze können in bestimmten Bereichen stärkere Praktiken aufweisen, als diese Tabelle nahelegt. Der Vergleich soll typische Unterschiede in der Governance und der Gestaltung der Assurance veranschaulichen und nicht ein einzelnes Programm charakterisieren.
*Anspruchsvolle unternehmenseigene oder von einer Zweitpartei durchgeführte Ansätze können externe Audits, belastbare Datensysteme und Prozesse zur Behebung von Mängeln umfassen. Der Unterschied besteht nicht darin, dass diese Systeme grundsätzlich weniger anspruchsvoll sind, sondern darin, dass Steuerung, Standardsetzung und Überprüfung letztlich beim Unternehmen selbst liegen.
**„Verlässliche Zertifizierung durch unabhängige Dritte“ bezieht sich auf Zertifizierungssysteme, bei denen eine unabhängige, akkreditierte Stelle die Einhaltung eines öffentlich zugänglichen Standards bewertet und die durch laufende Kontrollen, formelle und transparente Beschwerdemechanismen, die Einbindung verschiedener Interessengruppen in die Governance und ein hohes Maß an Transparenz ergänzt wird. Dies spiegelt sich typischerweise in der Übereinstimmung mit den ISEAL Codes of Good Practice wider. Nicht alle Zertifizierungsprogramme durch unabhängige Dritte weisen all diese Merkmale auf; diese Unterscheidung ist der Grund, warum hier der Begriff „verlässlich“ verwendet wird, anstatt Zertifizierung durch Dritte als eine einzige, einheitliche Kategorie zu behandeln.
Jeder dieser Ansätze hat seine Berechtigung. Wenn es jedoch darum geht, eine glaubwürdige, unabhängige Assurance dafür zu bieten, dass Nachhaltigkeitsanforderungen erfüllt werden, bietet die Zertifizierung durch unabhängige Dritte klare Vorteile.
Warum die Zertifizierung durch Dritte eine stärkere Nachhaltigkeits-Assurance bietet
Das entscheidende Merkmal der Zertifizierung durch unabhängige Dritte ist die Stärke ihres gesamten Assurance-Systems. Eine unabhängige Bewertung ist zentral, ebenso wie klar definierte Assurance-Regeln, die Aufsicht über Zertifizierungsstellen, Prozesse für Korrekturmaßnahmen, Beschwerdemechanismen sowie Konsequenzen bei Nicht-Compliance.
In einem Zertifizierungssystem durch Dritte sind die Organisation, die die Anforderungen festlegt, die Organisation, die bewertet wird, und die Organisation, die das Audit durchführt, voneinander getrennt. Die Anforderungen selbst werden in einem Multi-Stakeholder-Prozess festgelegt, der Vertreter aus verschiedenen Sektoren in ausgewogenem Verhältnis zusammenbringt, anstatt von einem einzelnen Unternehmen definiert zu werden. Diese Unabhängigkeit, sowohl auf Ebene der Standardsetzung als auch der Audits, trägt dazu bei, Interessenkonflikte zu reduzieren und das Vertrauen in die Ergebnisse zu stärken. Ebenso wichtig ist es, dass glaubwürdige Zertifizierungssysteme Prozesse etablieren, die zertifizierte Mengen, Transaktionen und Claims entlang der Lieferkette nachverfolgen – ein System, das als „Rückverfolgbarkeit“ bekannt ist. Dies hilft Unternehmen dabei, ihre Beschaffungs-Claims zu belegen und eine Diskrepanz zwischen zertifizierter Produktion und Markt-Claims zu vermeiden.

Im oben abgebildeten Zertifizierungssystem der Rainforest Alliance entwickelt und aktualisiert die Rainforest Alliance den Standard, während die Compliance mit diesem Standard von unabhängigen Zertifizierungsstellen bewertet wird. Um zugelassen zu werden, müssen diese Zertifizierungsstellen nach international anerkannten Standards akkreditiert sein und strenge Anforderungen an ihre Unparteilichkeit erfüllen. Sie unterliegen der laufenden Aufsicht durch die Rainforest Alliance: Ein spezialisiertes Monitoring-Team bewertet die Leistung der Zertifizierungsstellen durch regelmäßige Leistungsaudits. Bei Beeinträchtigungen der Prüfqualität oder der Integrität des Systems können Sanktionen bis hin zum Entzug der Zulassung verhängt werden. Die Rainforest Alliance wendet zudem spezifische Regeln an, um Interessenkonflikte zu begrenzen, etwa indem sie von Zertifizierungsstellen verlangt, ihre leitenden Auditoren regelmäßig zu wechseln. Dies trägt dazu bei, zu vermeiden, dass die Beziehung zwischen einem Zertifikatsinhaber und seiner Zertifizierungsstelle mit der Zeit die Integrität der Audits gefährdet.
Sonstige Hauptmerkmale der Zertifizierung durch Dritte
- Transparenz. Anforderungen sind öffentlich zugänglich, Assurance-Regeln sind klar definiert und Stakeholder können nachvollziehen, was bewertet wird und wie die Compliance ermittelt wird. Diese Transparenz trägt dazu bei, Vertrauen aufzubauen, und ermöglicht eine sinnvolle Überprüfung.
- Rechenschaftspflicht. Zertifizierungssysteme durch unabhängige Dritte beinhalten in der Regel Prozesse für Korrekturmaßnahmen (wie das Behebungsprotokoll der Rainforest Alliance, das bestimmte Fristen für Korrekturmaßnahmen von festgestellten Nichtkonformitäten festlegt), Beschwerdemechanismen, Überraschungsaudits durch Zertifizierungsstellen, eine unabhängige Überwachung dieser Zertifizierungsstellen sowie die Möglichkeit der Aussetzung oder des Entzugs der Zertifizierung, wenn Anforderungen nicht erfüllt werden. Diese Mechanismen tragen dazu bei, sicherzustellen, dass die Zertifizierung mehr ist als nur eine Behauptung – sie wird durch einen glaubwürdigen Assurance-Prozess gestützt.
- Multi-Stakeholder-Governance. Verlässliche Zertifizierungsstandards werden in der Regel im Rahmen von Konsultationen mit Landwirten, Unternehmen, NGOs, technischen Experten, Auditoren und sonstigen Interessengruppen entwickelt. Dies trägt dazu bei, sicherzustellen, dass Standards ein breites Spektrum an Perspektiven und Fachwissen widerspiegeln anstatt die Prioritäten einer einzelnen Organisation. Die Standardentwicklung orientiert sich zudem an etablierten Prinzipien und Verfahren, die einen glaubwürdigen, transparenten und konsistenten Prozess fördern. Bei der Rainforest Alliance umfasst dies das Verfahren zur Standardentwicklung, den Standards-Ausschuss (der sich aus internen und externen Experten zusammensetzt, das Feedback von Interessengruppen prüft und Entwürfe für Standards genehmigt) sowie das Engagement für den ISEAL Code of Good Practice for Sustainability Systems.
- Laufende Überwachung. Im Gegensatz zu vielen Verifizierungsprozessen, die sich oft auf eine bestimmte Behauptung zu einem bestimmten Zeitpunkt konzentrieren, erfordert die Zertifizierung eine jährliche Überwachung, Monitoring und regelmäßige erneute Audits. Unternehmen und landwirtschaftliche Betriebe müssen kontinuierlich ihre Compliance nachweisen, um ihr Zertifikat zu behalten.
Die Rolle und Grenzen von Audits durch unabhängige Dritte
Audits sind ein entscheidender Bestandteil der Zertifizierung durch unabhängige Dritte. Sie werden von unabhängigen Zertifizierungsstellen durchgeführt, bewerten, ob landwirtschaftliche Betriebe und Unternehmen klar definierte Anforderungen erfüllen, und identifizieren Bereiche, in denen eine Korrekturmaßnahme erforderlich ist.
Doch Audits haben auch ihre Grenzen. Da Audits in regelmäßigen Abständen und im Voraus geplant stattfinden, liefern sie lediglich eine Momentaufnahme und können möglicherweise manche Probleme, die vor den Auditoren verborgen werden können, nicht aufdecken. Dies gilt insbesondere für Menschenrechtsverletzungen wie Kinderarbeit, Zwangsarbeit, Diskriminierung oder Einschränkungen der Vereinigungsfreiheit. Audits bestätigen also nicht, dass solche Probleme nicht vorhanden sind. Sie prüfen vielmehr, ob Systeme, Prozesse und Kontrollmechanismen vorhanden sind, die dazu beitragen können, ihr Auftreten zu verringern und die Nachhaltigkeitsleistung langfristig zu verbessern. Audits allein können die systemischen Ursachen hinter diesen Herausforderungen nicht angehen, und Zertifizierung sollte daher nicht als Garantie dafür verstanden werden, dass niemals Verstöße auftreten werden.
Vielmehr bieten glaubwürdige Zertifizierungssysteme einen unabhängigen Rahmen zur Identifizierung, Adressierung und Reduzierung solcher Risiken. Zertifizierung ist nicht einfach ein Mechanismus des Bestehens oder Nichtbestehens. Wenn Probleme identifiziert werden, gibt es einen strukturierten Weg, diese anzugehen und die Leistung im Laufe der Zeit zu verbessern. Dies ist besonders wichtig bei komplexen sozialen und ökologischen Problemen, bei denen der einfache Entzug der Zertifizierung eines landwirtschaftlichen Betriebs oder Unternehmens die zugrunde liegenden Probleme nicht löst und die Bedingungen nicht verbessert.
Verlässliche Zertifizierungssysteme von unabhängigen Dritten berücksichtigen diese Einschränkungen bereits in ihrer Konzeption. Sie kombinieren unabhängige Audits mit proaktivem Risiko-Management, Stakeholder-Engagement, Beschwerdemechanismen, interner Überwachung, Abhilfe-Prozessen und der laufenden Aufsicht über Zertifizierungsstellen. Risiko-basierte Audits und Überraschungsaudits können für zusätzliche Kontrolle sorgen. Zudem tragen Akkreditierung, Schulungen und Überwachung der Leistung der Zertifizierungsstellen dazu bei, eine konsistente Audit-Qualität zu fördern.
Der Wert von Zertifizierung durch unabhängige Dritte beruht daher nicht auf der Annahme, dass ein einzelnes Audit jedes Problem identifizieren kann oder dass Zertifizierung eine perfekte Leistung garantiert. Entscheidend ist vielmehr, unabhängige Audits in ein umfassenderes System einzubetten, das darauf ausgerichtet ist, Probleme langfristig zu erkennen, zu überwachen, zu beheben und zu verhindern. Zusammen bilden diese Elemente einen klar definierten und rechenschaftspflichtigen Rahmen für kontinuierliche Verbesserung und tragen dazu bei, Zertifizierung zu einem der stärksten verfügbaren Assurance-Modelle zu machen.
Warum unabhängige Nachhaltigkeits-Assurance jetzt wichtig ist
Da die Messlatte für Nachhaltigkeits-Claims immer weiter steigt, wird die Qualität der Nachweise hinter diesen Claims immer wichtiger. Zertifizierung hilft, diesen Bedarf zu decken: Sie liefert Unternehmen unabhängige Nachweise, die sie nicht allein erstellen müssen, und stärkt die Glaubwürdigkeit gegenüber Kunden, Regulierungsbehörden und der Zivilgesellschaft.
Rechtsakte wie die EU-Entwaldungsverordnung (EUDR), die Corporate Sustainability Due Diligence Directive (CSDDD), die Corporate Sustainability Reporting Directive (CSRD) und die Empowering Consumers Directive (EmpCo) erhöhen die Anforderungen in Bezug auf Transparenz, Nachweise und Rechenschaftspflichten. Zertifizierung ersetzt nicht die gesetzlichen Sorgfaltspflichten eines Unternehmens, aber sie kann Unternehmen unterstützen, indem sie die unabhängigen Nachweise und die Assurance bereitstellt, die diese Verpflichtungen zunehmend erfordern.
Im Einklang mit dieser Entwicklung weist auch der Leitfaden der Europäischen Kommission zur EUDR darauf hin, dass Systeme zur Selbsterklärung ohne unabhängige Bewertung durch Dritte grundsätzlich weniger belastbar sind, da sie nicht das gleiche Maß an Unabhängigkeit und Unparteilichkeit bieten. Ebenso müssen Zertifizierungssysteme gemäß der EmpCo durch unabhängige Dritte verifiziert werden, um als Zertifizierungssysteme zu gelten.
Vertrauen aufbauen und Veränderungen durch unabhängige Zertifizierung skalieren
Wenn es darum geht, Nachhaltigkeit in komplexen weltweiten Lieferketten voranzubringen, spielen unternehmenseigene Programme, Brancheninitiativen, Verifizierungssysteme und Zertifizierung allesamt eine wichtige Rolle. Das Verständnis der Unterschiede und Grenzen der einzelnen Ansätze ist jedoch der Schlüssel, um sinnvolle Veränderungen zu skalieren und gleichzeitig das Vertrauen zu wahren. Wenn Stakeholder die Gewissheit benötigen, dass Nachhaltigkeitsanforderungen unabhängig, transparent und konsistent bewertet werden, bietet Zertifizierung die stärkste Grundlage für die Sicherstellung der Glaubwürdigkeit von Claims. Deshalb gilt es branchenübergreifend und weltweit als eines der stärksten Modelle für eine unabhängige Bewertung von Nachhaltigkeitsleistungen. Es basiert auf klaren Prinzipien für Governance, unparteiische Bewertung und Rechenschaftspflicht – Prinzipien, die Regulierungsbehörden wie die Europäische Kommission inzwischen auch gesetzlich verankern.
Im Kern verbindet die Zertifizierung durch unabhängige Dritte die Verpflichtungen von Unternehmen mit unabhängigen Nachweisen darüber, was vor Ort geschieht. Diese Verbindung verleiht den Claims hinter Produkten mehr Gewicht und trägt dazu bei, dass Märkte zu einem der stärksten Motoren für Fortschritt werden.




