Menschenrechte

Die traurige Wahrheit über einige der weltweit am häufigsten gehandelten Waren ist, dass ihre Produktion oft mit Menschenrechtsverletzungen verbunden ist. Zu diesen Waren gehören beispielsweise Kaffee, Schokolade, Tee, Bananen, Palmöl oder auch Holz. Kinder- und Zwangsarbeit, schlechte Arbeitsbedingungen, Diskriminierungen aufgrund des Geschlechts sowie die Verletzung der Landrechte indigener Völker sind leider häufig Bestandteil solcher Lieferketten.

Die Wahrung der Menschenrechte ist für eine nachhaltige Zukunft unerlässlich. Wenn Farmerinnen zum Beispiel gleiche Ressourcen und Rechte wie ihre männlichen Kollegen hätten, könnten sie die Erträge ihrer Betriebe um 20 bis 30 Prozent steigern und so für eine geringere Abholzung der Wälder sorgen, die für ein stabiles Klima unerlässlich sind. Der Schutz der Landrechte der indigenen und lokalen Einwohner - die fast ein Viertel der Landfläche der Welt bewirtschaften - ist ebenfalls ein wichtiger Faktor zur Wahrung unseres Planeten für künftige Generationen.

Was steht auf dem Spiel?

Leider kommt es bei der Produktion der weltweit am häufigsten gehandelten Waren – dazu gehören Kaffee, Schokolade, Tee, Bananen, Palmöl und Holz – immer wieder zu Menschenrechtsverletzungen. Obwohl es in den letzten Jahren Fortschritte gab, treten drängende Probleme wie Kinder- & Zwangsarbeit, schlechte Arbeitsbedingungen, niedrige Löhne, Ungleichbehandlung der Geschlechter und die Verletzung der Landrechte indigener Völker immer wieder in den jeweiligen Lieferketten auf.

Menschenrechte und Nachhaltigkeit

Die Wahrung der Rechte der Landbevölkerung ländlichen Bevölkerung geht Hand in Hand mit der Gesundheit unseres Planeten – Project Drawdown zählt zum Beispiel die Gleichstellung der Geschlechter zu den wichtigsten Klimalösungen. Und auch wir konnten schon selber miterleben, dass FarmerInnen und indigene Gemeinden ihr Land besser verwalten können, wenn ihre Menschenrechte respektiert werden. Jeder Mensch verdient es, mit Würde, Eigenverantwortung und Selbstbestimmung zu leben und zu arbeiten. Die Förderung der Rechte der Landbevölkerung ist der Schlüssel zu einer nachhaltigen Zukunft.

Unser Einsatz für die Menschenrechte

Die Rainforest Alliance bringt ErzeugerInnen, Unternehmen, Regierungen, gemeinnützige Organisationen und VerbraucherInnen zusammen, um die Menschenrechte in den Regionen, in denen wir arbeiten, zu fördern. Wir engagieren uns sowohl für die Veränderung von Geschäftspraktiken und der Regierungspolitik als auch für die Förderung der Rechte unserer Partnergemeinden im Rahmen unseres Zertifizierungssystems und unserer Initiativen für nachhaltige Entwicklung.

Förderung der Menschenrechte der Landbevölkerung

Das Wohlergehen von FarmerInnen und LandarbeiterInnen ist für die langfristige Nachhaltigkeit jedes landwirtschaftlichen Unternehmens von zentraler Bedeutung – das ist ein Grund dafür, dass die Bekämpfung von Menschenrechtsverletzungen in der Landwirtschaft ein Schwerpunkt unserer Arbeit ist. Wir setzen uns auch für die Rechte der indigenen und einheimischen Bevölkerung ein, die weltweit die wirksamsten Bewahrer der Wälder sind.

Unser Einfluss

Die Verbesserung der Lebensbedingungen und die Förderung der Rechte ländlicher Gemeinschaften ist ein zentraler Teil unserer Mission. Unsere durch unabhängige Untersuchungen untermauerten Feldstudien zeigen zum Beispiel, dass ArbeiterInnen auf zertifizierten Farmen mit größerer Wahrscheinlichkeit von besseren Arbeitsbedingungen und wichtigen Schutzmaßnahmen profitieren.

Bessere Arbeitsbedingungen auf zertifizierten Teeplantagen

96 Prozent der ArbeiterInnen auf den Rainforest-Alliance-zertifizierten indischen Teeplantagen in Tamil Nadu erhalten bezahlten Jahresurlaub und Krankengeld. Eine Studie mit 300 FarmerInnen auf sieben Rainforest-Alliance-zertifizierten und einer nicht zertifizierten Plantage in der Region ergab, dass ein deutlich höherer Prozentsatz der ArbeiterInnen auf zertifizierten Plantagen Verträge und bezahlten Jahresurlaub, Krankengeld und Mutterschaftsurlaub hatten.

Bessere Arbeitsschutzrichtlinien auf Bananenplantagen

100 Prozent der in Kolumbien untersuchten Rainforest-Alliance-zertifizierten Bananenfarmen verfügen über eine Gesundheits- und Sicherheitsfachkraft. Eine Studie über 13 neu zertifizierte Bananenplantagen in Kolumbien ergab, dass auf allen Farmen Gesundheits- und Sicherheitsfachkräfte tätig sind. Diese Fachleute identifizieren Risiken, führen Schulungen durch und erleichtern medizinische Untersuchungen. Außerdem gaben im Vergleich zu nicht zertifizierten Farmen 50 Prozent mehr ManagerInnen auf zertifizierten Farmen an, dass sie den fest angestellten ArbeiterInnen Sachleistungen im Gesundheitsbereich bieten.

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