Menschen

Menschen rund um die Welt sind von intakten Wäldern abhängig, zum Beispiel für saubere Luft, reines Wasser, Lebensmittel, Medizin und ein stabiles Klima. Über die Hälfte der Wälder der Erde wurden bereits von Menschen zerstört. Die übrigen Wälder sind bedroht durch den Teufelskreis aus globaler Ungleichheit, ländlicher Armut und ausgelaugten Landschaften.

Ländliche Armut befördert Entwaldung

Laut Schätzungen leben 767 Millionen Menschen unterhalb der internationalen Armutsgrenze von 1,90 US-Dollar pro Person am Tag. Verzweiflung über ihre finanzielle Lage lässt viele Gemeinden noch mehr Wälder zugunsten weiterer Agrarflächen zerstören. Bäume werden gefällt für Feuerholz oder illegal geschlagen und unter Wert weiterverkauft. Es ist ein ewiger Kreislauf aus Armut und Umweltzerstörung.

Die Bedeutung indigener Landrechte

Eine unglaubliche Fläche von 29,7 Millionen Hektar Wald wurde im Jahr 2016 zerstört. Das entspricht etwa der Fläche Neuseelands. Und auch wenn Experten Belege dafür gesammelt haben, dass Wälder in Besitz von indigenen Gemeinden stärker und gesünder sind, fehlt es der Mehrheit der indigenen Gemeinden an rechtlichen Bestimmungen, die ihnen ihre Landrechte auch formal übertragen.

 

Unsere Arbeit mit Menschen vor Ort

Ökonomische Sicherheit und das Wohlergehen von anbauenden Gemeinden in Land- und Forstwirtschaft sind zentral für unsere langfristige Vision einer Erde im Gleichgewicht. Deshalb haben wir konkrete Strategien zur Förderung der ökologischen, sozialen und ökonomischen Gesundheit ländlicher Gemeinden rund um den Globus in unsere Schulungen und Zertifizierungsprogramme integriert. Und auch wenn tief verwurzelte, systemische Probleme mit Schulungen und Zertifizierung allein nicht gelöst werden können, sind beides gute Mittel, um positiven und weitläufigen Wandel schrittweise zu fördern.

Perspektiven für die nächste Generation

Perspektiven für die nächste Generation

„Viele junge Leute wandern aus. Sie gehen nach Mexiko, Belize oder in andere benachbarte Länder, in denen sie bessere Möglichkeiten für sich sehen.“ Projekte wie dieses in Guatemala sollen neue Möglichkeiten schaffen, sodass auch die junge Generation eine vielversprechende Zukunft in der Heimat sieht. Erfahre mehr »

 
 
Juana

Indigene Gemeinden in Peru nachhaltig stärken

„Die Rainforest Alliance ist die erste Umweltschutzorganisation, die hier eine spürbare Veränderung in der Gemeinde bewirkt hat“, berichtet Nettali Villar. In Madre de Dios, Peru, hilft die Rainforest Alliance indigenen Gemeinden, den Wald als Einkommensquelle auf nachhaltige Weise zu nutzen. Sie wirtschaften unabhängig, profitabler und schützen sensible Ökosysteme. Erfahre mehr »

Starke Frauen für gleiche Chancen

Starke Frauen für gleiche Chancen

In einigen Entwicklungsländern sind Farmer mehrheitlich Frauen. Dennoch haben Frauen nicht die gleichen Möglichkeiten wie Männer, um ihre Anbaumethoden zu verbessern und Teil des globalen Marktes zu werden. Die Rainforest Alliance fördert und schult Frauen zum Wohle ihrer Familien und Gemeinden in denen sie leben. Erfahre mehr »

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Unser Einfluss

Das ökonomische und soziale Wohlergehen ländlicher Gemeinden zu fördern, ist ein zentraler Bestandteil unserer Mission. Unsere Ergebnisse auf dem Feld wurden von unabhängigen Studien bestätigt und zeigen, dass nachhaltige Lebensgrundlagen den Teufelskreis aus Armut und Entwaldung durchbrechen können – und eine Kultur des Walderhalts schaffen.

Nachhaltige Forstwirtschaft etablieren

Nahezu 15.000 Menschen sind im Paranuss-Sektor in der Region Madre de Dios im Peruanischen Amazonas beschäftigt. Wir haben indigene Gemeinden der Region in nachhaltigen Methoden geschult. Dies ermöglicht ihnen, ihre Erträge massiv zu erhöhen. Etwa 1,5 Millionen US-Dollar konnten unsere Partnergemeinden in Madre de Dios erwirtschaften.

Einkommen ländlicher Gemeinden steigern

Eine Studie, die Rainforest Alliance CertifiedTM-Farmen mit nicht-zertifizierten Farmen verglich, kam zu dem Ergebnis, dass das durchschnittliche Nettoeinkommen zertifizierter Farmen in der Côte d’Ivoire mit 403 US-Dollar pro Hektar signifikant höher liegt als die 113 US-Dollar pro Hektar von nicht-zertifizierten Farmen.

Besserer Zugang zu Bildung

Im Jahr 2013 kam eine Studie in Kolumbien zu dem Ergebnis, dass Kinder von Farmern auf Rainforest Alliance CertifiedTM-Kaffeefarmen die Schule zwei Jahre länger besuchen (13 Schuljahre) als Kinder von nicht-zertifizierten Farmen (11 Schuljahre).

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