Den Klimawandel drosseln

Schon heute sehen wir Besorgnis erregende Auswirkungen des Klimawandels: die Meeresspiegel steigen, Wetteränderungen werden extremer, es kommt zu Überflutungen und extremem Hochwasser. Wenn wir jetzt nicht handeln, verstärkt sich all dies vermutlich noch. Zwar gehören Klimaveränderungen zu den natürlichen Vorgängen. Die stärksten Ausschläge bei den Temperaturen sind aber menschengemacht. Insbesondere der hohe Ausstoß klimaschädlicher Treibhausgase. Er geht einher mit Entwaldung und großflächiger Abholzung, unter anderem für landwirtschaftlich genutzte Flächen, und mit verantwortungslosem Tourismus.

Was wir tun

Durch Schulungen, durch Zertifizierung und Verifizierung helfen die Rainforest Alliance und ihre Partner Gemeinden und Unternehmen, Wald zu erhalten, neue Flächen aufzuforsten und so einen auskömmlichen Lebensunterhalt zu verdienen und den Folgen des Klimawandels zu begegnen. Wir geben Forstwirten, Kleinbauern und Farmern und Tourismusunternehmen Möglichkeiten an die Hand, die Naturressourcen zu erhalten, und stellen sicher, dass sie dabei die strikten Anforderungen eines auf Umwelt-, Sozial- und betriebswirtschaftliche Kriterien ausgerichteten Standards erfüllen.

Auf Rainforest-Alliance-Certified™-Farmen ist den Farmern jegliche größerflächige Abholzung verboten. Sie müssen die Bodengesundheit erhalten und natürliche Ökosysteme schützen. Außerdem sollen sie den Verbrauch von Energie und Wasser reduzieren und die Verwendung von Agrochemikalien einschränken. All dies dient auch dazu, den Ausstoß von Treibhausgasen zu verringern und die vorhandene Vegetation als Kohlenstoffspeicher zu nutzen. Zusammen mit unseren Partnern im Sustainable Agriculture Network (SAN) – Netzwerk für Nachhaltige Landwirtschaft – und weiteren Experten haben wir das SAN Klima-Modul entwickelt: Kriterien zur Abschwächung des und Anpassung an den Klimawandel. Die Kriterien dieses Moduls verstärken die Anforderungen, die bereits an Rainforest-Alliance-zertifizierte Farmen gestellt werden. Sie stellen nochmals jene Maßnahmen heraus, die sich als besonders wirkungsvoll erwiesen haben in der Abschwächung bzw. Anpassung an den Klimawandel.

Im Bereich Forstwirtschaft führen die Kriterien der Forest Stewardship Council (FSC)-Zertifizierung zu einem geringeren Ausstoß klimaschädlicher Treibhausgase. Sie fordern schonende Holzernteverfahren, vorbeugende Maßnahmen gegen Waldbrände und ähnliche Vorkehrungen. Der Anteil geschützter Waldflächen nimmt zu. Gleichzeitig wird auf FSC-zertifizierten Flächen weniger intensiv Holzernte betrieben. Hinzu kommt, dass Wälder, die nach 1994 in Forstplantagen umgewandelt wurden, für eine Zertifizierung nicht in Betracht kommen.

Wir arbeiten außerdem mit Wald besitzenden Gemeinden zusammen, um ihnen Möglichkeiten für nachhaltigen Tourismus aufzuzeigen. Wir möchten ihnen neue, alternative Einkommensmöglichkeiten verschaffen und damit zerstörerische Abholzung vermeiden. Durch betriebswirtschaftliche Schulungen helfen wir ihnen und weiteren Unternehmen, ihren CO2-Fußabdruck (carbon footprint) zu reduzieren, etwa indem sie Land neu aufforsten. Durch unabhängige Audits können wir diese Aufforstungsprojekte verifizieren, bestätigen, dass sie Kohlenstoff binden und anerkannte Standards erfüllen.

Unseren Einfluss messen

Um sicherzustellen, dass unsere Arbeit möglichst große Wirkung zeigt, untersuchen wir regelmäßig die Auswirkungen unserer Arbeit und passen unser Vorgehen immer wieder an. Lesen Sie, was diese Studien aussagen über unseren Ansatz, dem Klimawandel zu begegnen.

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