3 Wege, wie du deinen Beitrag leisten kannst:

Den Klimawandel angehen

Die Geschichte eines Farmers

Der Klimawandel ist bedrückende Realität für Leandro Salinas, einen Kaffeebauern in der weitestgehend entwaldeten Küstenregion von Oaxaca in Mexiko. “Wir spüren die Hitze förmlich”, sagt er. “Es regnet nicht mehr so wie früher.” Kürzere Regenzeiten, zunehmend heftige Stürme und vermehrtes Auftreten von Pflanzenkrankheiten und Schädlingen -- das ist die Realität für Salina und die anderen Dorfbewohner, ebenso wie für andere Kaffeebauern in vielen Regionen der Welt.

Wie seine Nachbarn in Santa Lucía Teotepec ist Salina ein Kleinbauer aus dem indigenen Volk der Chatino. Kaffee ist seine Haupteinkommensquelle. Die globale Erwärmung gefährdet nicht nur die Kaffeepflanzen in dieser Region in ernst zu nehmender Weise, sie bedroht die gesamte wirtschaftliche und soziale Struktur der Gemeinde.

Ursache und Wirkung

Der Klimawandel ist das Ergebnis des hohen Ausstoßes von Treibhausgasen. Durch diesen wird Hitze in der Erdatmosphäre gehaltenstatt entweichen zu können. Das führt zu weiteren negativen Folgewirkungen. Landwirtschaftliche Tätigkeit, die Umwandlung von Wälder zu landwirtschaftlich genutzten Flächen und andere Flächenumnutzungen (s. a. Bericht der IPCC, 2014, Chapter 11 (i.e., the AFOLU sector) sind verantwortlich für rund 25 Prozent der jährlichen weltweiten Treibhausgasemissionen, in einigen Tropenregionen ist der Anteil sogar noch höher.

Land zu roden, um neue Anbauflächen zu gewinnen, steigert die Ernteerträge zwar kurzfristig, langfristig führt der negative Effekt der Entwaldung für Gemeinden wie Santa Lucía Teotepec zu einer Zerstörung. Wälder binden nicht nur Kohlendioxid und wirken stabilisierend auf das Mikroklima, sie liefern auch frische, reine Luft, frisches Wasser, bieten Lebensraum für Wildtiere, liefern Brennholz, Nahrung, Heilpflanzen und andere Forstprodukte und dienen uns als kostbare grüne Oase. Entwaldung kann sofortige Zerstörung bedingen, vor allem für jene Menschen, deren Lebensumstände direkt vom Wald und der Natur abhängen -- als Nahrungslieferant, Gesunderhaltung und Schutz ihrer Familien.

Treiber der Entwaldung

Hauptursache für die Zerstörung der tropischen Wälder ist die Ausdehnung der landwirtschaftlichen Flächen. Ohne finanzielle Anreize für den Erhalt der Wälder neigen die Menschen, gleich ob Privatpersonen, Gemeinden und sogar Regierungen, weitaus mehr dazu, selbst aus artenreichem Wald Ackerflächen zu machen. Und mit dem Bevölkerungswachstum und dem entsprechend höheren Bedarf an Nahrung, Arzneimitteln, Baumaterialien, Brennstoff etc. steigt der Druck auf die bestehenden Wälder nur noch mehr.

Was wir tun

Wir zeigen Gemeinden, Unternehmen und Regierungen finanziell lohnende Alternativen zur Abholzung ihrer Wälder auf. Dabei helfen wir gleichzeitig, den Folgen des Klimawandels zu begegnen, die heute schon erlebbar sind. Die Rainforest Alliance arbeitet mit Bauern, Forstwirten, Tourismusanbietern, NGOs, Wissenschaftlern und Regierungen zusammen, um eine verantwortungsvolle, umweltbewusste Land- und Forstwirtschaft und einen ebensolchen Umgang mit den Naturressourcen an sich voranzubringen und dabei auch die sozialen und ökonomischen Bedürfnisse der Gemeinden zu berücksichtigen. Unsere Maßnahmen setzen an verschiedenen Stellen an, vor allem großflächig und auf Zusammenarbeit angelegte Klimaprojekte gehören dazu, aber auch verschiedene andere Initiativen, die wir nachfolgend beschreiben.

Klima-smarte Landwirtschaft

Millionen Rainforest-Alliance-zertifizierter Farmen tun bereits etwas für den Erhalt von Bäumen und reduzieren den Ausstoß von Treibhausgasen. Manche gehen noch mehr auf Nummer sicher und pflanzen Bäume, um weitere Speicherkapazität für Kohlenstoff aufzubauen, sie kümmern sich um Wasserschutz und den Erhalt gesunder Böden. Diejenigen, die klima-smart wirtschaften, stabilisieren das Mikroklima. Das wiederum trägt dazu bei, zunehmend längere Trockenperioden durchzustehen und anderen Einflüssen der globalen Erwärmung zu begegnen. Mehr dazu »

Verantwortungsbewusste Waldbewirtschaftung

Wir arbeiten mit Gemeinden und Forstunternehmen zusammen, um sie in der verantwortungsvollen Nutzung ihrer Waldressourcen zu unterstützen. Unsere Forstwirtschaftsverfahren sind darauf ausgerichtet, besonders schützenswerte Wälder und Waldflächen zu schützen, Lebensräume für Wildtiere zu erhalten, Abholzung vorzubeugen und Uferzonen zu bewahren. Wir verleihen das Forest-Stewardship-Council-(FSC)-/Rainforest-Alliance-Zertifikat all den Forstunternehmen, die die strengen Kriterien des FSC-Standards erfüllen. Auch sind wir aktive Unterstützer der Klima-Nachhaltigkeitsinitiative REDD+ (Reducing Emissions from Deforestation and Forest Degradation PLUS Forest Conservation). Mehr über unsere Arbeit für Gemeinde-Wälder und zu REDD+ »

Carbon Footprint des Tourismus verringern

Wir geben Tourismusanbietern und -regionen Empfehlungen und Anleitung, wie sie Emissionen verringern und sich nachhaltiger ausrichten können, etwa indem sie regionale und klima-smarte Anbieter und Produkte unterstützen. Dazu gehört auch, sie auf Ausgleichsmaßnahmen hinzuweisen und für solche Emissionen zu kaufen, die sie nicht vermeiden können. Mehr dazu »

Lebensumstände verbessern

Klima-smarte Verfahren helfen nicht nur dabei, Ökosysteme zu bewahren, sie fördern auch die wirtschaftliche Gesundheit von Farmen und Gemeinden mit Waldbesitz. Die Rainforest Alliance arbeitet mit Wald besitzenden Gemeinden daran, Projekte einzurichten, die den Gemeindemitgliedern aufzeigen, wie sie -- etwa durch die Restaurierung zerstörter Waldflächen -- mehr Kohlenstoffspeicher erhalten und den Erfolg ihrer Maßnahmen messen können. Mit diesen Projekten lassen sich auch finanzielle Gewinne erzielen, etwa durch Emissionshandel und Verkauf von Carbon-Krediten. Das kann zu einem nennenswerten Zusatzeinkommen gerade für die Gemeinden werden, deren Lebensunterhalt vom Wald abhängt. Mehr dazu »

Kohlenstoffmarkt stärken

Die Vermarktung von Kohlenstoff in Form eines Emissionshandels ist ein mächtiges Instrument im Umweltschutz und kann die Lebensumstände von Wald besitzenden Gemeinden verbessern. Denn sie kommt denjenigen zu Gute, die ihre Ressourcen verantwortungsbewusst bewirtschaften. Damit der Handel mit Kohlenstoffemissionen marktgerecht funktioniert, müssen Investoren darauf vertrauen können, dass die deklarierten Mengen messbar sind und das gesamte Projekt auch validierbar ist. Die Rainforest Alliance verfügt über eine große Expertise in Auditierung, so dass sie zu einem führenden Anbieter auch der Verifizierung von Kohlenstoffausgleichsprojekten geworden ist sowie geeignete Verfahren mitentwickelt und deren Einführung unterstützt. Mehr dazu »

Unternehmen verpflichten

Wie Gemeinden und Regierungen spielen auch die Unternehmen eine wichtige Rolle in den vereinten Anstrengungen, dem Klimawandel zu begegnen und sich auf seine Auswirkungen einzustellen. Auch sie können ihres dazu tun, die Leistungsfähigkeit zu steigern, die Glaubwürdigkeit sicherzustellen und ihre Lieferketten zu schützen. Die Rainforest Alliance unterstützt durch Empfehlungen und Hilfestellungen Unternehmen, die an einer Reduzierung ihrer Emissionen interessiert sind, klima-smarte Lieferanten bevorzugen möchten, in glaubwürdige Kohlenstoffprojekte investieren oder eigene aufsetzen möchten. Mehr dazu »

Klimapolitik gestalten

Ergänzend zu unserer praktischen Arbeit vor Ort arbeiten wir mit an der Gestaltung der Klimapolitik auf globaler, nationaler und regionaler Ebene. Wir möchten sicherstellen, dass die Stimmen und die Rechte der betroffenen einheimischen Bevölkerung gehört und respektiert werden. Wir unterstützen die Regierungen durch unsere Empfehlungen und mit unserer Erfahrung. Wir sind Fürsprecher einer Klimapolitik und von Klimaprogrammen wie REDD+, die sich der Ursachen von Entwaldung annehmen und den Erhalt von Wäldern, die Wiederaufforstung und die Reduzierung von Treibhausgasen honorieren. Mehr dazu »

 

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