Null-Netto-Entwaldungs-Zonen

Gegenmaßnahmen zur Entwaldung in Kolumbien, Ecuador und Peru

Die Regenwaldregion zwischen Anden und Amazonasbecken und an der Kolumbien, Ecuador und Peru Anteil haben, weist eine hohe Artenvielfalt auf. Allerdings ist sie stark gefährdet. Bedrohungen entstehen durch illegalen oder verantwortungslosen Holzeinschlag, Bergbau zur Gewinnung von Gold, Rinderhaltung und Umwandlung von Wald- zu Ackerflächen. Sogenannte Null-Netto-Entwaldungs-Zonen (NZDZ Net-Zero Deforestation Zones) helfen Lebensgemeinschaften, die von Land- oder Forstwirtschaft abhängig sind, durch die nachhaltige Bewirtschaftung Entwaldung und Waldzerstörung entgegenzuwirken und gleichzeitig das Kohlenstoff-Speichervermögen zu erhöhen. Über diese NZDZ-Projekte wird außerdem versucht, den lokalen Gemeinden wirtschaftliche Unterstützung zugänglich zu machen, etwa aus Regierungsprogrammen oder privatwirtschaftlichen Initiativen, die Klimaschutzmaßnahmen fördern und die nachhaltige Bewirtschaftung der Landressourcen honorieren.

NZDZ konzentriert sich auf die vordringlich zu schützenden Gebiete in dieser Region. Eingebunden sind die Gemeinschaften der Wamani und der Hatun Sumako Parish in Napo, Ecuador, die indigenen Gruppen Tres Islas und Infierno Indigenous in Madre de Dios, Peru, und die Gemeinden Doncello, Florencia und Paujil in Kolumbien.

usammen mit Partnern in allen drei Ländern sucht die Rainforest Alliance den Stakeholdern und Institutionen vor Ort auf regionaler oder nationaler Ebene die Teilhabe an REDD+ zu ermöglichen und nachhaltiges Wirtschaften bonifiziert zu bekommen. Innerhalb der NZDZ-Projekte wird ein System errichtet, mit dessen Hilfe Wald besitzende Gemeinden die Überwachung, Berichterstattung über und Verifizierung von Treibhausgas-Emissionen bzw. deren Verringerung durchführen können. Insgesamt schließt das Projekt folgende Aktivitäten ein:

  • Festlegen von Grundlagen, anhand derer Veränderungen im Waldanteil bewertet werden können
  • Verbesserungen bei der Landnutzungsplanung
  • Implementieren von Strategien zur Vermeidung von Kohlenstoffausstoß, einschließlich Wiederaufforstung und Neubewaldung

Alle in das NZDZ-Projekt eingebundenen Organisationen bringen ihre jeweiligen Erfahrungen und Kenntnisse ein. Geleitet wird es von der Rainforest Alliance und zielt darauf ab:

  • Best-Management-Praktiken in Land- und Forstwirtschaft sowie bei Wald-Weide-Wirtschaft und in Agro-Forst-Systemen (z. B.: Kaffeeanbau unter Schattenbäumen)
  • Optimieren der Verfahren zur Reduzierung von Emissionen in Anpassung an den Standard des Forest Stewardship Council (FSC) für nachhaltige Forstwirtschaft
  • Verfügbarmachen von privatwirtschaftlichen Finanzierungsmöglichkeiten für forstwirtschaftliche Maßnahmen zur Bindung von Kohlenstoff und Emissionsreduzierung
  • Schulungsmaßnahmen, Aufbau von Kapazitäten und technische Unterstützung bei der Errichtung eines REDD+ -Systems, das signifikante soziale und ökologische Absicherungen bietet (Ecuador und Peru)

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